Vorzeitige Wechseljahre, ein hormonelles Ungleichgewicht vor dem 40 (18/10/16)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert vorzeitige Wechseljahre (unter denen 1 – 2 % der weiblichen Bevölkerung leidet) das Klimakterium vor dem 40

Medizinisch betrachtet bedeutet Klimakterium das Fehlen der Menstruation während eines Jahres ohne Begleiterscheinungen oder das Fehlen der Menstruation in einem 6-monatigem Zeitraum mit Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen, Schlafstörungen usw).

Eine endgültige Bestätigung erhält man mit einer vom Frauenarzt angeforderten Hormonuntersuchung, bei der eine Erhöhung des FSH- und eine Abnahme des Östradiol-Wertes festzustellen ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert vorzeitige Wechseljahre (unter denen 1 – 2 % der weiblichen Bevölkerung leidet) das Klimakterium vor dem 40. Lebensjahr. Es kann plötzlich oder wie in den meisten Fällen schrittweise mit Menstruationsstörungen eingehen, bei denen sich kurze Zyklen mit einem Menstruationsverzug abwechseln.

In die Phase der Wechseljahre einzutreten ist für eine Frau nicht leicht und noch weniger, wenn diese vor dem 40. Lebensjahr auftritt, da die Symptome in der Regel intensiver sind. Häufig dauert diese Phase etwa fünf Jahre und geht mit vielen körperlichen und emotionalen Veränderungen einher. Daher ist die Akklimatisierung für die Frau nicht einfach.

Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich. Am häufigsten kommt es zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Des Weiteren kann es zu nächtlichen Schweißausbrüchen, vaginaler Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und eine Abnahme der Libido kommen.

Zum Glück leiden nicht alle Frauen unter diesen Symptomen und diese treten auch nicht zwangsläufig auf. Jede Frau ist anders und die Symptome sowie deren Intensität können von Frau zu Frau variieren.

Die Ursachen der vorzeitigen Wechseljahre können sehr unterschiedlich sein und sind in den meisten Fällen unbekannt. Gewohnheiten wie Rauchen oder der Genuss von Alkohol können den Vorschub geben sowie bestimmte genetische Veränderung (häufig ist das Problem erblich), Chromosomenstörungen (Turner-Syndrom), Infektionskrankheiten (Malaria, Windpocken) oder auch Autoimmunerkrankungen (Hypothyreose, rheumatoide Arthritis). Durch die Wechseljahre erhöht sich bei Frauen das Risiko von Osteoporose.

Beim Auftreten der ersten Symptome empfehlen wir eine Visite beim Frauenarzt um eine Hormonersatztherapie bis zum 50. Lebensjahr, dem Durchschnittsalter für das Klimakterium in Spanien, durchzuführen.

Es ist auch sehr wichtig auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit einer ausreichen Kalziumeinnahme zu achten und Alkohol und Tabak zu vermeiden sowie den Genuss von Kaffee einzuschränken und zwei oder dreimal in der Woche Sport zu treiben (wenn möglich am besten im Freien).