Embryonenadoption

Adoptieren bedeutet einen Menschen als Kind aufzunehmen, dessen biologische Eltern es nicht tun konnten.

Die Embryonenadoption ist eine Behandlung um mit Embryonen, für die deren biologischen Eltern keine Zielbestimmung gewählt haben, schwanger zu werden.

Das Gesetz über Künstliche Befruchtung bezüglich der Zukunft von gefrorenen Embryonen erlaubt folgende Möglichkeiten:

  1. Die Embryonen der eigenen Spenderin einzupflanzen.
  2. Sie anderen Patienten zu spenden.
  3. Sie zu zerstören.
  4. Sie für Forschungszwecke zu spenden.

Aber obwohl mehrere Möglichkeiten angeboten werden, entscheiden sich viele Paare für keine. Das Dokument, welches sie unterschreiben, indem die Zukunft Ihrer Embryonen festgesetzt wird, führt oft zu einer sehr schwierigen Entscheidung und somit zu emotionalen Konflikten. Sie schätzen die Geschwister-Embryonen Ihrer schon geborenen Kinder so sehr, dass Sie keine Option deren Zukunft unterschreiben. Entweder sie antworten nicht schriftlich, oder sie antworten und offenbaren ihre Unentschlossenheit und bitten uns für sie die beste Entscheidung zu treffen. Infolgedessen finden wir jedes Jahr hunderte von eingefrorenen Embryonen vor, für die die Verantwortlichen der Reproduktion Zentren über deren Zukunft entscheiden müssen.

Das Programm der Embryonenadoption im Institut Marquès

Im Jahre 2004 entschloss das Institut Marquès, alle von gesunden Eltern stammenden Embryonen, die uns zur Verfügung standen, einem Programm der Embryoadoption, Internationaler Pionier in dieser Technik und heut zu Tage der Größte weltweit, anzubieten.

Diese Embryonen stammen von gesunden, unter 35 Jahre alten Patienten, die eine erfolgreiche In-vitro-Befruchtung realisiert haben und keine Kinder mehr haben wollen. In vielen Fällen stammen sie von Eizellen und/oder Samenspendern.

Es ist unser Wunsch diesen Embryonen die Chance zum Leben zu geben und eine Mutter für sie zu finden.

WER ADOPTIERT EMBRYONEN?

  • Volljährige Frauen die sowohl physisch als auch psychisch vollkommen gesund sind und sich in einem reproduktiven Alter befinden.
  • Paare oder Frauen, die auf der Warteliste zur Kinderadoption stehen. In vielen dieser Fälle haben sie die Reproduktionsbehandlung aufgegeben oder sie aus religiösen oder ethischen Gründen nicht einmal in Erwägung gezogen.
  • Frauen ohne männlichen Partner, die sich ein Kind wünschen.
  • Paare mit Sterilitätsproblemen langer Entwicklung und mehreren fehlgeschlagenen In-Vitro-Befruchtung-Behandlungen.
  • Patientinnen, die mehrere Fehlgeburten erlitten haben.

Wegen der strengen Gesetzte im Ausland, kommen viele Patienten aus anderen Ländern zu uns.

Behandlung um Embryonen zu adoptieren

Die Behandlung ist recht einfach und schmerzlos.

Um die Gebärmutter für den Empfang der Embryonen vorzubereiten, werden Pflaster und vaginale Zäpfchen benutzt. In wenigen Tagen ist die Gebärmutter schon bereit und die Embryonen können aufgetaut und eingepflanzt werden. Es ist kein Krankenhausaufenthalt nötig, nur sollte man körperliche Anstrengungen is den darauffolgenden Stunden vermeiden.

Nach 14 Tagen wird der Schwangerschaftstest gemacht.

Wenn dieser positiv ist, handelt es sich um eine normale Schwangerschaft und die Behandlung wird zwei weitere Monate beibehalten.

Die Schwangerschaftskontrollen werden vom üblichen Frauenarzt realisiert.

Ablauf der Embryonenadoption

Beim Erstbesuch wird der Gesundheitszustand der Frau geprüft um eine Schwangerschaft austragen zu können. Dafür wird eine gynäkologische Untersuchung vorgenommen (Sie können weitere medizinische Berichte Ihres Gynäkologen mitbringen) und es werden Ihnen Embryonen zugewiesen.

Es werden ein Ultraschall und eine schmerzlose Sondenprobe vorgenommen, mit welcher dem die Embryonen später durch den Gebärmutterhals implantiert werden.

Nachdem die Behandlung verschrieben wird, wird ein Termin für das Auftauen und die Übertragung der Embryonen gemeinsam ausgesucht.

Schwangerschaftsrate

Die Erfolgschancen jedes Embryonenadoptionszyklus in unserem Zentrum waren ein 57,4%.

Bitte sehen Sie auch «Embryonenspende».

System der Embryonenzuweisung

Um zu verhindern, dass sich in der Zukunft Geschwister treffen, wurde das entworfene System so vorgesehen, dass die Zuweisung der Embryonen sowohl in autonomen Regionen als auch in Ländern variiert.

Die letzten 500 Zyklen entsprechen Frauen aus 24 Ländern: Spanien, Italien, England, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Holland, Irland, Belgien, Bulgarien, Schweden, Österreich, Finnland, Mexico, USA, Australien, Algerien, Argentinien, Guatemala, Kanada, Russland, Albanien und Marokko.

Wartezeit

Es gibt keine Warteliste; nachdem die Vorabuntersuchungen durchgeführt wurden und die Behandlung begonnen wurde, findet der Transfer zwischen 2 und 4 Wochen später statt.

Es sind keine offiziellen Adoptionsformalitäten notwendig. Für diese Technik der künstlichen Befruchtung muss nur die Informations- und Einverständniserklärung unterschrieben werden.

Unterschiede zwischen adoption – und Embryonenspende

Der Unterschied liegt in der Rechtsgrundlage. In dem Embryonen-Spendeprogramm stammen die Embryonen von Paaren, die diese ausdrücklich und schriftlich anderen Paaren übertragen haben und im Embryonen- Adoptionsprogramm wurde keine Zielbestimmung ausgewählt und diese verwahrt rechtlich das Zentrum.

In medizinischer Hinsicht gibt es keine Unterschiede.