Fünf hilfreiche Tipps für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes

Anlässlich des Welttages des Schwangerschaftsdiabetes möchten wir die Gelegenheit nutzen, um unser Augenmerk auf jene Frauen zu richten, die an einer solchen Erkrankung leiden

Der Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes oder Typ-4-Diabetes genannt, kann jederzeit während der Schwangerschaft diagnostiziert werden, sei es zu Anfang, Mitte oder Ende der Schwangerschaft. Auch die Wirkungen, welche die Patientin erleben wird, hängen kaum von den analysierten Blutzuckerwerten oder dem Insulinbedarf ab. Sobald bei der Patientin Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wurde, wird sie sofort an die Diabetes-Abteilung der Gynäkologie weitergeleitet, wo man sich ihrer Fall annehmen wird, um festzustellen, ob sie sich während ihrer Schwangerschaft einer speziellen Diät oder eine Insulin Behandlung unterziehen muss.

Die Patientin muss regelmäßig ihre Blutkontrollen machen, bzw. eine Stunde vor und nach jeder Mahlzeit, eine Blutzucker-Selbstmessung mit Blutzuckermessgerät an sich durchführen. Indem die Situation regelmäßig kontrolliert wird, ist sie leichter in den Griff zu bekommen. Nichtsdestotrotz haben wir hier fünf interessante Tipps zusammengefasst, die es schwangeren Frauen mit Gestationsdiabetes ermöglichen, gut und gesund durch die Schwangerschaft zu kommen. Anlässlich des Welttages des Schwangerschaftsdiabetes möchten wir die Gelegenheit nutzen, um unser Augenmerk auf jene Frauen zu richten, die an einer solchen Erkrankung leiden.

Eine Frau, die an Schwangerschaftsdiabetes leidet, muss genauestens auf ihre Ernährung achten, vor allem was die Kalorienzufuhr betrifft. Die Diät der Patientin muss normokalorisch sein und sich in einem Rahmen von 1700 bis 2500 Kalorien befinden. 20% der Ernährung muss aus Proteinen, 25% aus Fetten und 55% aus Kohlenhydraten bestehen, um so die Magenentleerung und die intestinale Absorption zu verlangsamen. So können sowohl der Cholesterinwert als auch die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren reduziert werden. Außerdem muss bedacht werden, dass es bei einer Schwangerschaft zu einer Gewichtszunahme von 9 bis 10 Kilogramm kommt, bei übergewichtigen Frauen aber die 7-Kilo-Grenze nicht überschritten werden darf.

Ein weiterer Verbündeter einer an Schwangerschaftsdiabetes leidenden Frau ist ihre Uhr, denn es ist wichtig einen gewissen Rhythmus in ihrem Tagesablauf zu berücksichtigen. In der Tat ist es wichtig, dass eine Patientin nicht länger als 8 Stunden nachts fastet und einen zeitlichen Abstand von drei bis dreieinhalb Stunden nach der Hauptmahlzeit berücksichtigt.

Ein letzter wichtiger Tipp betrifft die Ausübung einer Sportart, die es ermöglicht die Glukosezufuhr zu erhöhen und in manchen Fällen auch die Insulinempfindlichkeit zu verbessern. Wir empfehlen es jeden Tag 40 bis 60 Minuten am Stück zu gehen, Dehnübungen für die oberen Körperextremitäten zu machen, Schwimmen gehen und Sportarten zu wählen, die den Uterus nicht beanspruchen (und somit weder Kontraktionen auslösen noch zur einer Reduzierung der Sauerstoffanreicherung führen). Diese Empfehlung kann als einzige der hier fünf angegebenen Tipps in ganz bestimmten Fällen eingeschränkt werden. Die Ausübung eines Sports kann eingeschränkt werden, sollte es zu einer Gebärmutterdynamik oder einer Reduzierung der fötalen Sauerstoffanreicherung kommen. Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes leiden, müssen sich nach der Geburt einer ärztlichen Kontrolle unterziehen, um zu wissen, ob es sich tatsächlich um Schwangerschaftsdiabetes oder einer bereits im Vorfeld existierenden (und nicht diagnostizierten) Diabeteserkrankung handelt.